Wände streichen mit Struktur - Rollen, Nacharbeiten und Abkleben

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Wände streichen mit Struktur - Rollen, Nacharbeiten und Abkleben

Strukturierte Wände liegen im Trend, doch das Auftragen der pastösen Farben erfordert mehr Sorgfalt als ein einfacher Anstrich. Bevor Sie mit dem Rollen beginnen, sollten Sie den Untergrund grundiert haben, denn sonst saugt die Strukturfarbe ungleichmäßig und die Optik wird fleckig. Wählen Sie eine Rolle mit langem Flor, idealerweise eine sogenannte Strukturrolle mit Vertiefungen, die das Muster in die Farbe drückt. Arbeiten Sie immer nass in nass, also von einer Wandkante zur anderen, ohne Unterbrechung. Tauchen Sie die Rolle nur leicht in die Farbe und rollen Sie zunächst kreuzweise, dann in gleichmäßigen senkrechten Bahnen ab. Der Druck auf die Rolle bestimmt die Höhe des Musters: Üben Sie gleichmäßigen Druck aus, sonst entstehen unschöne Übergänge. Ein häufiger Fehler ist das Nachrollen an bereits angetrockneten Stellen – dadurch reißen Sie die Struktur wieder auf. Planen Sie daher pro Wand genug Zeit ein und mischen Sie die Farbe in einem großen Eimer gründlich durch, denn Pigmente setzen sich ab. Wenn Sie in einem Raum mehrere Wände streichen, sollten Sie die Farbe stets im selben Rhythmus auftragen, damit das Licht das Muster einheitlich wirken lässt. Denken Sie daran, dass Sie beim Streichen mit Struktur nicht nur die Wandfarbe erneuern, sondern auch das Raumgefühl verändern – ein Schritt, der beim Projekt „wohnung renovieren und einrichten“ oft den entscheidenden Unterschied macht.

Nach dem Auftragen beginnt die eigentliche Geduldsarbeit: das Nacharbeiten. Warten Sie mindestens 24 Stunden, bis die Struktur vollständig durchgetrocknet ist, bevor Sie Unebenheiten oder grobe Spritzer mit feinem Schleifpapier oder einem Schleifschwamm vorsichtig abtragen.  https://cks-moden.de/ : weniger ist mehr, denn Sie wollen die Struktur nicht glatt schleifen, sondern nur störende Erhebungen entfernen. Sollten Sie einzelne Stellen übersehen haben, können Sie diese mit einem kleinen Spachtel und etwas Farbe punktuell ausbessern – allerdings nur, wenn die Wand wirklich trocken ist, sonst entstehen Glanzunterschiede. Prüfen Sie die Fläche bei seitlichem Lichteinfall, so sehen Sie jede Delle und jeden Wulst. Wenn Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind, gehen Sie die Kanten und Ecken noch einmal mit einem schmalen Pinsel nach, um eventuelle Farbnasen zu entfernen. Vergessen Sie dabei nicht, den Pinsel regelmäßig auszuwaschen, damit keine getrockneten Partikel in die frische Farbe geraten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Entfernen der Abklebungen: Ziehen Sie das Malerband erst ab, wenn die Farbe völlig trocken ist, aber nicht zu spät, da der Kleber sonst mit der Zeit zu fest haftet. Am besten schneiden Sie das Band vor dem Abziehen mit einem Cuttermesser entlang der Kante an, damit Sie die Struktur nicht beschädigen. Diese Nacharbeit ist zwar zeitintensiv, aber sie entscheidet darüber, ob Ihr Ergebnis professionell aussieht oder ob Sie später doch noch einmal nachbessern müssen – gerade bei einem anspruchsvollen Vorhaben wie „wohnung renovieren und einrichten“ lohnt sich dieser letzte Schliff.

Das Abkleben selbst ist die halbe Miete für ein sauberes Ergebnis. Kleben Sie nicht direkt an der Wandkante, sondern setzen Sie das Band etwa zwei bis drei Millimeter entfernt an, sodass die Strukturfarbe dort noch ungehindert hinfließen kann, ohne unter das Band zu kriechen. Für Fußleisten, Fensterrahmen und Türzargen verwenden Sie am besten ein flaches, gut andrückbares Malerband, das Sie mit dem Fingernagel oder einem Andrücker fest anpressen – so verhindern Sie, dass Farbe seitlich durchsickert. Bei der Decke hilft ein spezielles Deckenband, das eine präzise Kante erzeugt. Arbeiten Sie zudem mit einem ordentlichen Abstreifer am Farbeimer und wischen Sie überschüssige Farbe von der Rolle ab, bevor Sie in die Nähe der Abklebung kommen. Sollten Sie doch einmal Farbe über das Band hinaus auftragen, können Sie das Malheur später oft mit einem feuchten Schwamm korrigieren, bevor die Farbe trocknet. Wenn Sie mehrere Wände streichen, kleben Sie erst alle Bereiche ab, danach beginnen Sie mit dem Streichen – so vermeiden Sie, dass die Rolle versehentlich auf frisch geklebtes Band trifft. Und denken Sie daran, dass auch die Steckdosen und Lichtschalter geschützt werden müssen; am einfachsten nehmen Sie dafür kleine Stücke Malerband, die Sie kreuzweise über die Öffnungen kleben. Wer diese Vorbereitung sorgfältig durchführt, spart sich später das mühsame Auskratzen von Farbresten aus Fugen und Ritzen. Gerade wenn Sie das komplette Zimmer gestalten möchten, ist das Abkleben der Grundstein für ein perfektes Ergebnis – und ein zentraler Baustein im Prozess des „wohnung renovieren und einrichten“, der Ihnen viel Ärger erspart.